• GINKGO LANGEN E.V. - Wohnen im Alter
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Eigentlich wollten die „Ginkgos“ das sogenannte Sommerloch nutzen und nicht zur Feder greifen. Aber wie das so ist, kommen in der Nacht die besten Ideen bzw. der Gedanke, da war doch etwas:

Ein weiterer Themenabend in Zusammenarbeit mit der Familienbildung der ev. Kirchengemeinde Langen hatte viele Zuhörer. Was verbarg sich wohl hinter der Ankündigung „Lieber GLEICHberechtigt als später - Ein Frauenweg von Graz nach Langen“?

Margrit Jansen, Frontfrau der SPD, Fraktionsmitglied im Stadtparlament und einige Zeit sogar im Landtag vertreten, erzählte in charmanter Weise -  mit Bildern gespickt -  aus ihrem bewegten Leben. Für Langen war sie ein unendlicher Gewinn, ließ sie doch nicht locker, mit Gleichgesinnten die Gründung des Mütterzentrums zu verwirklichen. Lachend erzählte sie unter anderem von den Sonderkursen, in denen Männern das Bügeln der Hemden näher gebracht wurde, und so manche andere Hausarbeit auch.

Sie avancierte zur Leiterin des Hessischen Mütterbüros, organisierte bundesweit Mütterkongresse und zog damit auch die Bundesfamilienministerin Rita Süssmuth nach Langen. Durch sie wurde Langen als „Hauptstadt der Mütter“ bekannt. Bei ihren Erzählungen rief sie bei den Anwesenden viele Erinnerungen wach. Ein amüsanter und zugleich nachdenklicher Abend.

Sommermonate sind auch Ausflugsmonate. Per Rad, Zug oder auch Privatwagen wurden Ziele, Musikveranstaltungen, Wanderungen und vieles mehr am sogenannten schwarzen Brett in beiden Häusern angeboten und auch verwirklicht. Es findet sich immer eine Gruppe Interessierter, die die Vorschläge begeistert annimmt.

Seit einigen Monaten sind Hobbyköche/innen am Werk und laden jeweils freitags in den Gemeinschaftsraum des Hauses 2 zum Mittagessen ein. Mittlerweile ist es ein harter Kern von 10 bis 12 Personen, die mit einem kleinen Obolus dieses Angebot annehmen.

Ein hochaktuelles Thema, das momentan im Rathaus zu sehen ist, ist das „Mayors-for-Peace“-Projekt, verbunden mit der „Hibakusha“-Ausstellung. Seit sieben Jahren engagiert sich Bürgermeister Frieder Gebhardt für dieses Projekt, einer internationalen Vereinigung gegen den Einsatz von Atomwaffen.  So wurde das Projekt „Baumpaten“ ins Leben gerufen, die auf einem Ereignis in Hiroshima beruht. Beim Abwurf der Atombombe 1945 in Hiroshima hat ein Ginkgo Baum, der vor dem Eingang des heiligen Hosembo-Tempels steht, keinen Schaden genommen und überlebt. Die Stadt Langen hat vom Sekretariat dieser Institution Samen des über 100 Jahre alten Baumes erworben. Während der Eröffnung dieser Ausstellung erhielten der Obst-und Gartenbauverein, die Hessische Hausstiftung unter Federführung von Donatus Landgraf von Hessen und die Bewohner der Ginkgo-Häuser Samen, um diese zum Wachsen zu bringen. Eine nicht leichte Aufgabe, trotz ganz ausführlicher Pflegehinweise. Die Ginkgos sind zuversichtlich, denn so einige Damen und Herren in beiden Häusern haben den sogenannten „Grünen Daumen“. Sollte das gelingen und die Bäumchen aller Beteiligten groß und kräftig werden, so werden sie einen repräsentativen Platz in unserer Stadt finden.

   

Patenschafts-Urkunde             Udo Rach, 2.Vorsitzender Ginkgo Langen nimmt Urkunde und Samen entgegen     Ginkgo-Samen---(sehen aus wie Pistazien)-

Schon heute möchten wir auf einen weiteren Themenabend aufmerksam machen: Am Montag, 06. November, wird Manfred Pusdrowski, Geschäftsführer der Langener Stadtwerke und der Kommunalen Betriebe Langen, aus seinem Leben berichten. Der Veranstaltungsort wird rechtzeitig in der Zeitung bekannt gegeben.

Erschienen in der "ZEITLOS Nr. 78" Ausgabe.

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(Ute Becker)

 

 

Hier finden Sie Literaturhinweise, die Ihnen bei der Recherche behilflich sein können:

  • "Gemeinschaftlich wohnen" mit Fotografien von Anastasia Hermann - Herausgeber Bettina Rudhof, 2013 by jovis Verlag GmbH
  • "Neue Wohnprojekte für Jung und Alt – Gemeinschaftliches Wohnen in Hessen“  -Ginkgo Langen e.V.- in: Hess. Sozialministerium, Wiesbaden 2012
  • "Das Gespenst im Erdgeschoss" - Anders leben: Alternde Menschen leben im Wohnprojekt Ginkgo bis ans Lebensende zusammen. Auch dann, wenn sie dement werden - in: Publik-Forum Nr. 6/2011
  • "Ginkgo Langen e.V." als Beispiel für Vereine und Wohngruppen unter dem Dach einer Wohnungsbaugesellschaft, von Ernst-Günther Kusch in: Dokumentation der 3. Frankfurter Infobörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen am 24.10.2009
  • „Ich gehöre zur Minderheit, na und?“ von Ernst-Günther Kusch in: Männerforum, Nr. 42/2010
  • „Ginkgo – mit Freuden älter werden“ von Ernst-Günther Kusch in: Zeitlos, Magazin der Haltestelle, Seniorenhilfe und Arbeiterwohlfahrt in Langen Nr. 55/2010
  • „Ein gemeinsames Dach für mobile und demenzkranke Bewohner“ von Monika Berghäuser in: Schader-Stiftung / Stiftung Trias „Raus aus der Nische rein in den Markt“, 2008
  • „Das Ginkgo-Haus in Langen“ von Egbert Haug-Zapp / Renate Herbst in: Wohnbund-Informationen 2/2007
  • „Der Hürdenlauf zum Ginkgo-Haus“ von Egbert Haug-Zapp in: Zeitlos, Magazin der Haltestelle, Seniorenhilfe und Arbeiterwohlfahrt in Langen, Nr. 47/2007

Die Internet-Publikation ForumMLP hat in Kooperation mit rheinmaintv einen Kurzfilm produziert, der anhand des Modells unseres Ginkgo-Hauses das Thema „Wohnen im Alter“ aufgreift. Bewohnerinnen und Bewohner des Ginkgo-Hauses berichten über das selbstbestimmte und gemeinschaftliche Leben von jungen Alten und alten Alten sowie über die im selben Haus eingerichtete Wohngemeinschaft für dementiell erkrankte Menschen. – Sehen Sie diesen Film HIER!

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