• GINKGO LANGEN E.V. - Wohnen im Alter
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Helle, barrierefreie 2 Zimmer-Wohnung (57qm) mit Terrasse und Gartenzugang im Ginkgo Haus 1 ab März / April 2018 zu verkaufen!

Vorab-Information für Interessenten 50+, die im Alter selbstbestimmt und gemeinschaftlich wohnen wollen, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

In der letzten Ausgabe der ZEITLOS hatten wir über den Erhalt von Samen eines Ginkgo-Baumes aus Hiroshima berichtet, der den Atombombenabwurf im Jahr 1945 überstanden hatte. Einige dieser Samen hatte u.a. Ginkgo Langen e.V. im Rahmen einer Aktion der Stadt Langen erhalten mit der Bitte, den so genannten „grünen Daumen“ walten zu lassen. Man soll den Tag zwar nicht vor dem Abend loben, aber unseren Hobbygärtnern ist es tatsächlich gelungen, aus den erhaltenen Samen einige Mini-Ginkgos sprießen zu lassen. Hoffen wir, dass sie den Winter im Treppenhaus gut überstehen und im kommenden Frühling draußen weiter sprießen können. Bis hin zum „richtigen“ Baum ist es allerdings noch ein weiter Weg…

 

Das Sommerfest der Ginkgo-Häuser fand in diesem Jahr übrigens zum 10. Mal statt, und zwar am Samstag, dem 12. August. Fleißige Helferinnen und Helfer waren schon frühzeitig am Werk und überlegten, planten, werkelten, um das Fest zum Laufen zu bringen. Unser großes Zelt, das im vergangenen Jahr gekauft wurde, hat sich wieder bewährt, den auf Petrus‘ gute Laune kann man erfahrungsgemäß nicht immer bauen. Mit 8 – 10 Mann war es recht schnell aufgebaut, und die Wettervorhersage gab uns wieder mal Recht! Am späten Nachmittag musste unsere Musikgruppe „Die Drei vom Lande“, das Trio aus dem Odenwald, bestehend aus zwei Damen (Piano und Spezial-Bass) sowie einem Herrn am Saxophon, denn auch in den Eingangsbereich des Ginkgo-Hauses 1 umziehen. Es wurde ziemlich feucht, und das vertragen die Instrumente nicht. Aber allen Widrigkeiten zum Trotz hat es den Besucherinnen und Besuchern, Bewohnerinnen und Bewohnern wieder viel Spaß gemacht. Geschmeckt hat auch das reichhaltige Kuchenbüffet und zu fortgeschrittener Stunde die Bratwurst vom Grill mit vielen leckeren Salaten.

   

Anfang November stand wieder ein Vortrag eines prominenten Langeners auf der Tagesordnung. Manfred Pusdrowski, Geschäftsführer der Stadtwerke Langen GmbH und Betriebsleiter der Kommunalen Betriebe Langen, berichtete unter dem Titel „Heimat muss man finden wollen“ von seiner Kindheit sowie seinem privaten und beruflichen Werdegang.  Im voll besetzten Gemeinschaftsraum des Ginkgo-Hauses 2 fand seine PowerPoint-Präsentation großen Zuspruch.

 

Die Sommermonate sind vorüber, und die kühlere, jedoch besinnlichere Zeit hält ihren Einzug auch in den Ginkgo-Häusern. Die Erinnerung an ein gelungenes Sommerfest (und das zum 9. Mal) ist noch lebendig, die Steirische Gruppe des Harmonika-Spielrings 1937 Langen e.V. ließ ihre reich verzierten Instrumente erklingen. Ihre stimmungsvolle alpenländische Musik sorgte von Anfang an für gute Laune und lud auch zum Schunkeln ein. Unsere Stammgäste von der Langener Tuckermann-Wohnanlage hatten ihren Spaß und waren mit Eifer dabei.

 

Ein neues Partyzelt (und ein kleiner Zeltpavillon für den Grill) konnten eingeweiht werden, um den Kapriolen des Wettergotts nicht ganz so ausgeliefert zu sein. Zum Glück hielt das Wetter diesmal, im Gegensatz zum letzten Jahr. Die Würstchen vom neuen Gas-Grill mundeten besonders gut – dem Grillmeister sei Dank. Der Kochtopf für die Rindswurst hatte diesmal Pause!

Während des Fürstlichen Gartenfestes im September kam die Ginkgo-Rikscha wieder zum Einsatz, sie ist von vielen Besuchern genutzt worden. Der Dank des Landgrafen Donatus von Hessen war den fleißigen Fahrern gewiss.

„Nachbarschafts- Car Sharing“ ist seit mehreren Monaten Thema einiger Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Ginkgo-Häuser. Nach manchem Vortreffen und eingehenden Gesprächen werden im neuen Jahr drei Autos zum Einsatz kommen, darunter ein Elektro-Fahrzeug.

Weiterhin dienen die Aushang-Tafeln im Eingangsbereich der Häuser 1 & 2 zur Information über anstehende Veranstaltungen im Haus oder auch außerhalb. So fand sich im November eine Gruppe eifriger Wanderer zusammen, um rund um den „Katzenbuckel“ im südlichen Odenwald zu wandern. Petrus war allerdings sehr launisch gestimmt, und die Gruppe kam leider in heftige Graupelschauer. Mangels Foto zeigt eine Zeichnung unseres Mitbewohners Matthias Heyda mit dem Titel  „Graupel und Fallobst“, wie es an diesem denkwürdigen Tag ausgesehen haben könnte…..

Die Info-Bretter machen auch auf die zweiwöchig jeweils samstags veranstalteten Filmabende aufmerksam oder auf kurzfristig angesetzte Proben für Volkstänze, die dann zu gegebenen Anlässen präsentiert werden.

Weiterhin finden die sogenannten Offenen Treffen großen Anklang inner- und außerhalb unserer Häuser. So fand z.B. ein Lichtbilder-Vortrag im Gemeinschaftsraum von Haus 2 statt, in dem der Langener Heimatkundige Reinhold Werner den aufmerksamen Zuhörern viel Informatives über die Langener Friedhöfe (von grauer Vorzeit bis heutzutage) näher brachte. Eine weitere Veranstaltung im Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Langen war ein  Themenabend Ende November im Gemeinschaftsraum des Ginkgo-Hauses 1 mit der „Babbelschnuud“ Gerd Grein. Der ehemalige Langener Kulturamtsleiter und spätere Museums-Direktor erzählte aus seinem Leben. Er wuchs als Langener Bub in der „Owwergass“ auf und interessierte sich schon recht früh für alles Geschichtliche. Förderer seiner Interessen war der Heimatforscher Karl Nahrgang, Gründer und damaliger Leiter des Dreieich-Museums. Sein erstes eigenes kleines Museum richtete er sich in einem ausgedienten Aquarium ein, das im Wohnzimmer stand. Gerd hatte die Langener Altstadt aus Pappe bzw. Papier geschaffen. Sie fiel dann allerdings dem Ofenfeuer für Wäsche zum Opfer; die Sammlung war zu groß geworden. Mutter war da ganz konsequent, und es mangelte damals auch am Material zum Feuern. Die Gäste hatten viel Spaß bei den anschaulich erzählten Geschichten und Anekdötchen. Herzlicher Applaus war diesem Original unserer Region gewiss. Er hatte einige seiner Bücher und CD’s mitgebracht, die er anschließend an die Veranstaltung signierte.

Der Lebendige Adventskalender im Ginkgo-Haus 1, diesmal am 21. Dezember, hat auch schon eine lange Tradition und wird von Bewohnerinnen und Bewohnern beider Häuser sowie den Bewohnern der Demenz-WG gerne angenommen.

Zum Thema Demenz-WG (die sich mit 10 Bewohnerinnen und Bewohnern im Erdgeschoss des Hauses 1 befindet) ist noch zu sagen, dass fleißige Helferinnen und Helfer sich ehrenamtlich engagieren, um beim Essen-Zubereiten oder beim Essen-Anreichen zu helfen. Auch Musik ist für das Gemüt sehr wichtig, und so motiviert jeden Dienstagnachmittag ein Musikpädagoge, assistiert von Hausbewohnern, die Damen und Herren zum Mitsingen von Volksliedern oder zum Betätigen diverser Rhythmus-Instrumente. Strahlende Augen sind der schönste Dank  an den „Music Man“ und seine Helfer. Auch mittwochs wird in der Runde eifrig gesungen mit Texten aus verschiedenen Liederheften.

 

Erschienen in der "ZEITLOS Nr. 75" Ausgabe.
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Das launische Sommerwetter hat so manche Veranstaltung der Ginkgos, die für draußen (Garten oder Terrasse) geplant war, zu raschem Umdenken gezwungen.
So auch das Serenadenkonzert, ein Versuch, der zu einem festen Bestandteil unserer „Offenen Treffen“ werden könnte. Das Klarinettenquartett „KlarVier“ verzauberte viele Interessierte mit Klängen von Mozart bis hin zu Gershwin. Es sollte ein Grillabend im Garten des Hauses 1 werden, aber man hatte die Rechnung ohne Petrus gemacht. So fand die Veranstaltung im großen Gemeinschaftsraum statt, ohne Würstchen, aber Brezeln und leckere Getränke sorgten für gute Stimmung.


Die gemütlichen Zusammenkünfte setzten sich fort mit einer Einladung zum Kaffeenachmittag für alle Ginkgo-Mitglieder. Gedeckt war im Innenbereich und auf der Terrasse des Hauses 1. Eine fröhliche Runde mit angeregten Gesprächen und Scherzen fand sich ein und genoss den leckeren Kuchen.



...Ein ganz anderes Thema ist die Gruppe „Feldenkrais“ jeden Freitagmorgen. Wir haben ein neues Mitglied auf vier Beinen mit dem Namen „LEA“ dazu gewinnen können. Die Hundedame bringt uns des Öfteren zum Lachen, denn sie hat so ihre Eigenheiten.  Aber haben das nicht auch die Zweibeiner??   




 

...und nun geht es bei unserem „Kompost-Udo“ in die Lehre. Er ist im Ginkgo-Haus 2 der Herrscher über die Kompostwürmer, die mittlerweile in vier Luxusvillen ihre Tätigkeit ausüben.

Hier nun das dazu gehörende Patentrezept für Gartenbesitzer und solche, die es werden wollen:

Man nehme unbehandelte Bretter und zimmere daraus große, hohe Kisten und fülle sie mit Bioresten wie Gemüse, aber bitte keine Schalen von Zitrusfrüchten und Bananen sowie harte Kerne und kranke Pflanzenreste; gesunde Pflanzenreste sind erwünscht. Wir achten auch darauf, dass keine Pestizide und Pflanzenschutzmittel in den Kompost gelangen. Nach Sichtung wird alle ca. 30 cm eine Lage halbfertigen Mulches zum Impfen aufgetragen. Der Kompost in den ruhenden Kompostern wird alle 3 Monate bewegt.

Dem reinen Kompost fehlen allerdings Mineralien, die für die Kompostwürmer wichtig sind. So wird ab einer Füllmenge von 50 cm eine Lage Mutterboden und Sand aufgebracht. Nach einem halben Jahr wird der Kompost-Mulch durchgesiebt. Dieser ist noch nicht vollständig reif, das erkennt man an den vielen Würmern, die sich darin tummeln. Der Kompost, der zu grob zum Durchsieben ist, wird in den frisch aufgesetzten Komposter als Impfmulch eingesetzt. Der durchgesiebte Kompostmulch  wird zum Teil zum Mulchen verwandt oder bis zur vollständigen Reife gelagert.

 

Nun noch mal gezielt zu den Würmern, die in einer speziell gefertigten Wurmkiste mit wurmgerechten Leckerbissen, wie fein gemixten Gemüseresten (Würmer haben keine Zähne) verwöhnt werden, dazu gehört auch das Doping mit Tee- und Kaffeesatz. So wird die Produktion des Nachwuchses besonders ertragreich. Dann können  in den neu vorbereiteten Komposter,  der gefüllt ist mit frischem Kompost, zusätzlich ca. 50 Kompostwürmer eingesetzt werden. Der Prozess der Kompostierung kann nun erneut beginnen.

Dank der vielen Kompostwürmer, die wir mittlerweile haben, bekommen wir noch hochwertigere Erde als nur aus dem reinen Kompost. Damit unsere Kompostanlage auch dem Auge gefällt, wurde alles mit Blumenkästen abgedeckt. Hierin können Pflanzen vortreiben, und manche haben so ihre Liebhaber/innen auf der Pflanzentauschbörse gefunden.

 

Ein blühender Garten ist das Resultat:    

English Round Table (ERT) und Cours de Langue Français sind Themen, die bereits des Öfteren zur Sprache kamen. Denn freitags sind die Fremdsprachler gefordert. Die Motivation zum freien Sprechen hat in beiden Kreisen oberste Priorität. Die Französisch-Runde von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr jede Woche befasst sich mit Texten aus der Zeitschrift „ECOUTE“, manchmal mit der unvermeidbaren Grammatik, sowie mit Bildbeschreibungen oder mitgebrachten Texten je nach Lust und Laune, jedoch ohne jeden Zwang.
Ab 16.30 Uhr bis gegen 18.00 Uhr ist dann Englisch angesagt, umschichtig in der einen Woche eine Diskussionsrunde mit vorbereiteten Texten, in der anderen eine Spielrunde „ENGLISH TRIVIAL PURSUIT“, in der man sich mit anderen Zweier-Teams misst, was immer mit viel Spaß und Gelächter verbunden ist. Oft schwirrt einem der Kopf, die Speicherkapazität stößt ab und zu an ihre Grenzen, aber es macht Spaß und hält geistig fit, und das ist ja wohl die Hauptsache!!!

Die Fahrrad-Rikscha wurde vor einiger Zeit vom Hersteller generalüberholt und noch mit weiteren technischen Finessen ausgestattet, die der Verkehrssicherheit dienen (Fahrtrichtungsanzeiger etc.). Sie erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit und wird auch wieder beim diesjährigen Fürstlichen Gartenfest im Schloss Wolfsgarten ihren Einsatz finden.


Ute Becker (aus Zeitlos Nr 74, September 2016)

Eine großzügige Spende der Hessischen Hausstiftung war in diesem Jahr ausschlaggebend, zum 3. Mal an den 3 Tagen des fürstlichen Gartenfestes den Rikschafahrdienst anzubieten.

Bekleidet mit einem T-Shirt mit dem Logo unserer Vereinsrikscha, das unser Hauskünstler Matthias Heyda fertigte, waren zwei FahrerInnen vom ADFC und von Ginkgo 2  vier FahrerInnen bereit,  Fahrgäste vom Haupteingang zum Schloss und umgekehrt zu befördern. Fast profimäßig wurden 2 Haltestellen eingerichtet. Sogar Bänke wurden aufgestellt, um das Warten bis zur Ankunft der Rikscha zu erleichtern.

Gern nahmen ca. 210 Fahrgäste diesen kostenlosen Dienst an. Bereitwillig wurde etwas gespendet, damit Reparatur- und Wartungskosten bezahlt werden können.

Dankbar teilte uns die Leitung des fürstlichen Gartenfestes mit, dass die Beförderung mit der Rikscha einen wichtigen Platz an diesen Tagen eingenommen hat.

Udo Rach

So manche/r Leser/in wird jetzt fragen: „Was, nur Zwei-Zimmer-Wohnungen??“

Sicherlich ist es für viele schwer vorstellbar, von einem eigenen Haus oder einer großen Wohnung in eine kleine Wohnung von ca. 60 qm/70 qm zu wechseln. Der Verfasserin dieser Zeilen und ihrem Mann ist das gelungen.

Das eigene Haus hatte 125 qm, die Zwischenstation 75 qm, und seit zwei Jahren eine Zwei-Zimmer-Wohnung von knapp 60 qm mit einem herrlichen Südbalkon, der jetzt in den Sommertagen zum zweiten Wohnzimmer wird. Sogar ein Gast kann auf der Schlafcouch schlafen, die im Wohnraum steht. Auch das geliebte Klavier hat wieder seinen Platz gefunden. Der Abstellraum ist zu einem kleinen Büro umfunktioniert.

Nun denken Sie, dass wird ja ein schönes Möbellager sein!! Nein, das ist es nicht, da mit viel Geschick die Möbel platziert wurden und dadurch die zwei Zimmer groß wirken. Es ist eben wie in einer Ferienwohnung. Jedoch, und das ist der Knackpunkt, muss man dazu bereit sein und sich auch von liebgewonnen Sachen trennen können.

Dieser Neuanfang hat den Verfassern viele liebe und nette Menschen beschert, die das Leben bereichern.

aus Zeitlos Nr. 71 (August 2015)

Grundriss der Wohnung 27 in Haus 1
(Bild anklicken zum Vergrößern)

Aus ZEITLOS Nr. 68 (August 2014):

„Gegenseitige Hilfe und gemeinsame Aktivitäten sichern Lebensfreude und Lebensqualität.“ – Der Autor des folgenden Beitrages gibt es unumwunden und ohne Schamesröte zu: dieser Satz ist gestohlen. Denn die Langener Seniorenhilfe hat diese Aussage zu ihrem Motto gemacht. Die SHL wird es dem Autor hoffentlich nicht verübeln, wenn er diesen Slogan adaptiert, weil dieser Satz auch treffend beschreibt, was eines der Hauptziele der Langener Ginkgos ist.

Es sind mittlerweile (Stand Juli 2014) 58 Menschen im Alter von Ende 50 bis Mitte 80, die in den beiden nebeneinander liegenden Ginkgo-Häusern im rasch expandierenden Stadtteil Langen Nord leben und diese Maxime praktizieren. Weitere knapp 50 Ginkgos fördern durch ihre Mitgliedschaft die Idee des „Ginkgo Langen e.V.“ oder stehen auf Wartelisten, weil sie sich mit dem Gedanken tragen, bald oder später in eine der Wohngemeinschaften einzuziehen.

Der Wunsch, im „Alter“ - wie immer diesen Begriff jemand entsprechend seinem individuellen Lebenszuschnitt definieren mag - selbstständig, selbst bestimmt und gleichzeitig gemeinschaftlich seinen bzw. ihren Lebensabend zu verbringen und zu gestalten, ist attraktiv und hat Konjunktur. Denn sich möglichst lange am Leben zu erfreuen, wer wollte das nicht! Und trotz altersbedingt zunehmender Gebrechlichkeit noch das eine oder das andere genießen zu können, generell neugierig auf Neues zu bleiben, das wär’s ja, oder?

  • Aber wie funktioniert das denn?
  • Wie ist das mit dem Helfen bei den Ginkgos, insbesondere dann, wenn einmal Not am Mann oder an der Frau ist?
  • Was gibt es an Möglichkeiten eines aktiven Miteinanders und gemeinsamen Tuns?

Bei der Beantwortung derartiger Fragen überzeugen Beispiele aus der Alltags-Praxis wohl am ehesten.

Hilfe! Die gibt’s in der Regel reichlich.

Wer sich wie die Ginkgos im Alter in einer gleich gesinnten Gemeinschaft selbstständig versorgt, braucht ab und an Nachbarschaftshilfe, zu der sich jede(r), die bzw. der in eines der Ginkgo-Häuser einzieht, ohnehin verpflichtet. Diese gegenseitige Hilfe ist Teil des Wohnkonzeptes und funktioniert auch im siebten Jahr gemeinsamen Zusammenlebens gut. Ein paar typische Exempel, die praktisch Selbstverständlichkeiten geworden sind:

  • Einkäufe tätigen für gehbehinderte oder erkrankte Mitbewohner,
  • Fahrhilfen organisieren (zum Arzt, zur Apotheke, zum Bahnhof, zu einer Behörde etc.),
  • Schneidern, Kochen, Backen, Reparieren, wenn jemand es (vorübergehend oder auf Dauer) nicht mehr kann,
  • während einer Abwesenheit die Wohnung versorgen,
  • wenn gewünscht Ratgeber oder Seelentröster sein,
  • Interessen gegenüber einem Dritten wahrnehmen,
  • eine Geburtstagsfeier oder eine sonstige Veranstaltung mitgestalten helfen,
  • Telefonate oder Korrespondenz für einen anderen führen,
  • den Fernseher, den PC, das Telefon neu einstellen,
  • im Krankheitsfall im Haushalt mithelfen,
  • und, und, und ...

Das alles und noch viel mehr geschieht tagtäglich in den Ginkgo-Häusern, und das wird als wohltuend empfunden. Dabei könnte diese Liste fast endlos fortgesetzt werden. Hinzu kommt, dass man wirklich praktisch jeden der Bewohner um solch eine nachbarschaftliche Hilfe bitten kann. Hilfe kann und darf allerdings in solchen Fällen nicht geleistet werden, wo gesundheitliche Risiken einer Person ins Spiel kommen könnten. Dann ist externe fachmännische Unterstützung angesagt, die einer für den anderen im Bedarfsfall freilich natürlich dann zumindest initiiert.

Einsam? Das muss wirklich nicht sein.

Die Vielfalt dessen, was man gemeinsam tun kann – auch im Alter, ja, auch noch im hohen Alter – ist fast unerschöpflich. Und was „geht“ da aktuell in den Ginkgo-Häusern in jeweils wechselnden größeren oder kleineren Gemeinschaften oder Gruppen?

Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, sind es sportliche, kulturelle und gesellige Gelegenheiten, zu denen man sich zusammentut - mal zu dritt, mal zu sechst, mal auch ein paar Dutzend. Einfach so, ohne Verpflichtung oder gar Zwang. Mal jede Woche, manchmal einmal im Monat, bisweilen ganz spontan, erforderlichenfalls auch mal langfristig vorausgeplant. Im Angebot sind da im sportlichen Bereich Laufen, Joggen, Qi Gong und Yoga. An „geistigem Sport“ finden regelmäßig Sprachkurse statt (Französisch und Englisch) und Gedächtnistraining. Theater- und Konzert-Besuche, Museums- und Stadt-Führungen bieten immer wieder neue Anregungen. Und Anregungen im geselligen Bereich gibt es ebenfalls für fast jeden „Geschmack“: Spielenachmittage, Canasta-Abende, einmal im Monat eine zwanglose „Babbelrund’“, ebenfalls einmal monatlich einen Sonntags-Brunch. Je nach Wetter spontane Treffen im Garten unterm Sonnensegel oder im Pavillon sorgen für Abwechslung und Geselligkeit. Einsam braucht also niemand zu sein. Organisiert wird alles – mit wenigen Ausnahmen – in der Eigeninitiative der Ginkgos. So genießen sie als „Überzeugungstäter“ ihre vielfältige Gemeinschaft.

Lebensfreude und Lebensqualität im Alter?

Aber ja, sagen die Ginkgos. Das gibt es bei ihnen. Ein bisschen Kreativität, ein bisschen zupacken, ein bisschen aufeinander zugehen, ein bisschen Toleranz und einander verstehen. So klappt es schon seit einer Reihe von Jahren. Und die Ginkgos arbeiten auch in der Zukunft ständig weiter daran.

(Ernst-Günther Kusch)

Unsere Unterstützer

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